Workshop Liberating Sustainability

am 22. und 23. November im Social Impact Lab Frankfurt

Ich freue mich, in Kooperation mit CSR-Impact, dem Social Impact Lab Frankfurt und Mindfulife den Workshop „Liberating Sustainability – Eine Entdeckungsreise in die Ganzheit des Menschseins“ anzukündigen.

Nachhaltigkeit ist nicht aus der gegenwärtigen Konditionierung der Menschheit heraus möglich. Wenn wir uns ganzheitlich auf der Kopf-, Herz- und Bauchebene unser Menschsein genauer ansehen, werden ökologische, soziale, emotionale und spirituelle Trennungsdynamiken sichtbar. Ohne diese zu transformieren, wird es auch anhand der Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz weitere Spaltungen in „Richtig“ und „Falsch“ auf der Handlungs-, Beziehungs- und Seinsebene geben, anstatt gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

In diesen zwei Tagen werden wir daher in die Tiefe unseres Menschseins eintauchen, innere und äußere Verbindungen wiederherstellen und aus dieser Ganzheit heraus Nachhaltigkeit und Klimaschutz neu sehen und gestalten.

Interaktiver Vortrag auf der sneep Tagung

Ich freue mich, am 26. Oktober vormittags auf der sneep Herbsttagung in Zittau einen interaktiven Vortrag zu „Liberating Systainability – Ansatz einer systemischen Nachhaltigkeitstransformation“ zu halten und dabei auch Felix Ekardt kennenzulernen. Mein Dank auch an Maria Schmidt für die Organisation und Einladung.

Das Bewusstsein der ökologischen, sozialen und spirituellen Trennung und die Erfahrung von Ganzheit als Mensch ermöglichen unser Ganzsein als Menschheit. Mal schauen, wie ich das rüberbringe… 🙂

Beidseitige Bewusstseinskrise der Klimaschützer und Klimaleugner und ein heilsamer Weg des ganzen Menschseins

Selbstverständlich werde ich mich jetzt am Freitag an dem Klimastreik beteiligen. Indem ich meditiere. Für mich ist die Demo-Energie nicht heilsam. So mobilisierend die aktuelle Klimadiskussion ist, so spaltend empfinde ich sie auch. Eben weil sie nicht heilsam ist. Denn sie bestätigt und verstärkt die alten Konditionierungsmuster der Trennung, von Schuldzuweisungen, Rechthaberei bis hin zur Reduktion des Menschen auf den Kopf, die Fakten und das Handeln.

Das entspricht unserer bestehenden Konditionierung, die uns in die ökologische, soziale und spirituelle Krise geführt hat, und ändert sie nicht. Durch den gewohnten Blick nach außen und auf andere wird die eigene Konditionierung nicht erkannt und daher auch nicht durch Transformation geheilt. Für eine heilsame Transformation dieser Muster braucht es den ganzen Menschen mit Kopf, Herz und Bauch, nicht den Rückzug auf gesellschaftliche Rollen, wie Politiker oder Wissenschaftler, Klimaschützer und Klimaleugner. So verkommt das überlebenswichtige Anliegen des Klimaschutzes zu einem gesellschaftlichen Rollenspiel mit den bekannten Positionskämpfen.

Wir haben das Problem nicht verstanden, denn es besteht nicht aus fehlender Information, sondern aus fehlender Transformation.

Information ist nur innerhalb es kleinen Spielraums unseres bewussten Denkens wirksam und handlungsrelevant, in dem unser Denken nicht von der ins Unbewusste abgespaltenen Konditionierung unserer Gefühle und unseres Seins bzw. Nicht-Seins im Sinne von Nicht-Sein-Dürfen beherrscht wird. Hierbei geht es immer um Transformation.

Die Kopfebene entspricht der Handlungsebene in der Außenwelt. Sich darauf zu reduzieren, trennt uns von unseren Gefühlen im Herzen und unserer Intuition im Bauch ab. Dadurch wird das verheerende mechanistische Menschen- und Weltbild aufrecht gehalten, es erhält sogar eine neue Renaissance, dabei sind wir längst weiter in unserer Erkenntnis und Erfahrung, mehr als objektiv-rationale Ursache-Wirkungs-Maschinen zu sein: Wir sind Lebewesen, komplexe Organismen, die aus mehrdimensionalen Beziehungen bestehen. Drei wesentliche dieser Beziehungen sind ökologisch, sozial und spirituell, die allesamt nicht erlebbar und begreifbar sind in einem rein objektiv-rationalen Ursache-Wirkungs-Denken. Mangel an Information ist nicht die Ursache. Wir wissen bereits genug, jedoch gibt es andere Wirkungsmechanismen als das bewusste Wissen im Kopf, die uns steuern und handlungsrelevant sind. Diese spielen sich im Unbewussten ab und um sie zu verstehen ist es erforderlich, die Konditionierung unserer Gefühle und unseres Seins wahrzunehmen und in unser Verständnis vom Menschsein zu integrieren.

Wir sind im Alltag bereits voll von Informationen, mehr Information über den Klimawandel ist eine falsche Schlussfolgerung aus einem mechanischen Menschen- und Weltbild heraus und nicht heilsam. Es passt auch scheinbar nichts Neues mehr rein. Erst einmal leer zu werden von dem, was uns gegenwärtig füllt und nicht erfüllend ist, weil es abspaltend ist, führt zu neuen Seinsmöglichkeiten. Doch zunächst brauchen wir Einsicht und Verständnis, was uns belastet, um davon frei zu werden. Unsere gegenwärtigen Gefühle ebenso wie unser Sein sind negativ geprägt und von Mangel getrieben durch die Abspaltungen von unserer Natur, von unseren Mitmenschen und von uns selbst.

In der Außenwelt suchen wir dann Erfüllung. Das muss aber scheitern, weil die Außenwelt im Mangel wahrgenommen wird und Glück und Zufriedenheit keine Qualitäten von Materie sind, sondern unseres Geistes.

Diese Zusammenhänge gilt es in uns selbst wahrzunehmen, um unsere Ressourcen und Kompetenzen zur Lösung und Befreiung aus unserer Konditionierung zu überwinden. Nach Kant ist es die Befreiung aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit, von der wir zwar wissen, die wir jedoch noch nicht erfahren haben. Denn als rein objektiv-rationales Kopfwissen ist es aufgrund der Abspaltung nicht wirksam.

Unsere Lösung ist eine Erlösung durch Ganzwerden. Das erfordert ein Aufbrechen unserer Konditonierung, das Angenehme zu suchen und das Unangenehme in uns zu vermeiden. Denn dieser Verdrängungsmechanismus hält unsere Unwissenheit und Unmündigkeit über unsere eigenen ökologischen, sozialen und spirituellen Abspaltungen aufrecht. Durch das Anschauen, Zulassen und Annehmen unserer verdrängten Gefühle und Seinszustände entsteht Heilung. Vergebung und Mitgefühl sind uns miteinander verbindende heilsame Qualitäten, die aus der Ganzheit von Kopf, Herz und Bauch ganz natürlich hervorgehen. Empfinden wir diese nicht, können wir davon ausgehen, dass wir in den Abspaltungen unserer eigenen Konditionierung gefangen sind. Daran kann keine Kopfinformation, kein Politiker oder Wissenschaftler etwas ändern. Für effektiven Klimaschutz brauchen wir kollektive Befreiung aus selbst verschuldeter Unmündigkeit. Befreiende Selbsterkenntnis wird nun zur Überlebensfrage der Menschheit. Hierfür gibt es spirituelle Wege der Transformation. Darauf kommt es nun an: ganz Mensch sein!

The Conditioning of Western Mind is still deeply deluded and ignorant of its Need for Liberation from this Conditioning

Whether it was Religious Christianity, Political Democracy, Economic Development or now Ecological Sustainability: Western Mind has not changed. Ignorantly trapped in our conditioning we suffer deeply from the Triple Divide (ecologically, socially and spiritually; see Otto Scharmer and his Theory U), but being unaware of the losses and disconnection in our being instead of reconnecting ourselves (the only sustainable and wholesome action we can actually do) we make ourselves believe that we have something to give and share.

This is nowadays as much an illusion as it was in the past. An alienated Being that has separated itself from his ecological, social and spiritual context is severely lacking integrity and wholeness. It has nothing to give. Therefore the suffering Western Mind just makes up a license to take from others that really have: We call it Christianity, Democracy, Development or Sustainability and then we come, conquer and destroy the ecological, social and spiritual connection and context in the other culture. This is an unwholesome old pattern that has never been healed. Without a deep Transformation of the Conditioning of the Western Mind (mutual cooperation instead of competitiveness, integration of mind and matter instead of separation, healing the being with wholeness instead of poisoning the mind with greed, hatred and delusion) this disconnected destructiveness will not change, no matter what the subject is including the latest SDGs.

My concern is to Liberate the Being from the Conditioning. This is what I consider to be a Sustainable Transformation. I do not believe in big conferences, ambitious approaches and system-changing actions within the old Conditioning of the Western Mind.

Aktuelles

Am Mittwoch werde ich in der Uni Bamberg im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche einen interaktiven Vortrag halten.

Nachhaltigkeitswoche der Uni Bamberg

Interaktiver Vortrag
„Das unerfüllbare Versprechen der Leistungs- und Wachstumsgesellschaft aus Sicht eines Ökonomen – tiefenpsychologische Abgründe der ökologischen, sozialen und spirituellen Existenzkrise und wirksame Auswege“

Bamberg, 15.05.2019
https://www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit/nawo/2019/