Außenwelt

Egoismus

lastet auf uns als ein Vorwurf an uns selbst. Wieder das schlechte Gewissen. Dabei ist es äußerst irritierend, kein Egoist mehr sein zu dürfen. Schließlich ist unser Ich der Bezugspunkt all unserer Erfahrungen, auch im Altruismus oder im Bemühen, ein anderes Ich zu sein oder gar kein Ich mehr zu sein.

Wäre es angesichts dieser Identitätskrise nicht zielführender, statt uns im Namen des Klimaschutzes auf das Berechnen von CO2-Emissionen, Temperatur- und Meeresanstiegen zu stürzen, unsere Ichs mal ordentlich durchzuchecken und auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen?

So einen Selbstcheck sehe ich als notwendig für die Entstehung von Einsichten an, wie unser Ich mit der Außenwelt in Beziehung steht. Wir können natürlich lieber weiter auf die Außenwelt schauen. Das führt dann unweigerlich zu mehr Leidensdruck in uns und extremen Phänomenen um uns herum, womit wir immer weniger klarkommen. Eine Alternative ist eine intelligente Ausrichtung unseres Ich zur Vermeidung von Wirkungen des von uns gewählten Ichs, die uns selbst, unsere Mitmenschen und Umwelt schädigen und leiden lassen:

"Handle stets nach demjenigen Eigeninteresse, durch das Du zugleich Deine eigenen Systemzusammenhänge integrierst."